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Kooperationsgemeinschaft Mammographie Ausgabe 13 | 25. April 2018

Aus der Wissenschaft

S3-Leitlinie zu Brustkrebs aktualisiert

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat eine aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie zum Mammakarzinom vorgelegt. Integriert ist nun auch die Brustkrebsfrüherkennung, die bislang in einer eigenen Leitlinie aufgeführt wurde.

Die Leitlinie in Kurz- und Langfassung finden sich hier

MSP | Gut zu wissen

Rechtliche Grundlagen des Mammographie-Screening-Programms

Vom Sozialgesetzbuch zur Leistungserbringung, wie ist das deutsche Mammographie-Screening-Programm rechtlich verankert?

Bereits 2002 beschließt der Deutsche Bundestag die Einführung eines flächendeckenden Mammographie-Screening-Programms gemäß der EU-Guidelines (European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis). Damit greift der Bundestag der Empfehlung des Europäischen Rates zur Krebsfrüherkennung (2003) vor.

Im Sozialgesetzbuch Fünftes Buch sind alle Bestimmungen zur deutschen gesetzlichen Krankenversicherung zusammengefasst. Hier wurden auch die Voraussetzungen für die Einführung des Früherkennungsprogramms verankert: § 25 (2) SGB V garantiert allen Versicherten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Anhand der europäischen Guidelines zur Qualitätssicherung von Krebsfrüherkennungsprogrammen sollen organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme angeboten werden.

In § 25a (1) SGB V werden folgende grundlegende Merkmale einer organisierten Krebsfrüherkennung definiert: 

  • regelmäßige Einladung,
  • umfassende und verständliche Information zu Nutzen und Risiken,
  • inhaltliche Bestimmung von Zielgruppe, Untersuchungsmethoden, Abständen zwischen den Untersuchungen, Altersgrenzen, Vorgehen zur Abklärung und Qualitätssicherung sowie
  • systematische Erfassung, Überwachung und Verbesserung der Qualität.


Zudem fordert das SGB-V den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) auf, nähere Regelungen zur Durchführung, Evaluation und Qualitätssicherung der Krebsfrüherkennungsprogramme festzulegen sowie regelmäßig über den Stand der Maßnahmen zu berichten.

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Auch Noch Gut zu wissen

Daten auf einen Blick: Mammo Report veröffentlicht

Das deutsche Mammographie-Screening-Programm wird jährlich evaluiert. Der aktuelle Mammo Report fasst die relevantesten Daten aus Evaluation und Qualitätssicherung 2015 übersichtlich zusammen. Auf einen Blick findet der Leser Angaben zur Einladungs- und Teilnahmerate, zur Anzahl der Untersuchungen und der entdeckten Karzinome sowie zur Stadienverteilung.

Download des Mammo Reports hier


Häufig gestellte Frage

Unter einer Brustkrebsvorstufe (Duktales Carcinoma in Situ) versteht man eine Veränderung des Brustgewebes, die bereits aus bösartigen Zellen besteht. Diese wachsen im Gegensatz zum "invasiven Karzinom" zunächst nur in den Milchgängen und haben sich noch nicht in anderes Gewebe ausgebreitet. Brustkrebsvorstufen verhalten sich unterschiedlich. Bei einem Teil der Frauen wachsen sie langsam, bei anderen Frauen schnell. Einige dringen schnell in das umliegende Gewebe ein und können das Lymphsystem befallen, andere nicht. Da sich bei keiner Frau vorhersagen lässt, wie sich die Brustkrebsvorstufe entwickeln wird, wird in der Regel eine Behandlung empfohlen.

Interessanter Fact: Es handelt sich hierbei um die reichweitenstärkste Frage der Woche bei Facebook und Instagram!


Aus der Öffentlichkeitsarbeit

Korrekt und auf den Punkt gebracht - das kommt bei unseren Followern an!

Pünktlich zum Frühlingsbeginn sind wir mit einer neuen Social-Media-Kampagne gestartet. Mit der neu gestalteten Fotostrecke wollen wir den Frauen zusätzliche Informationen und korrekte Erläuterungen zur Brustkrebsfrüherkennung und zum Mammographie-Screening-Programm näherbringen.

Unser 2. Post zur Serie informierte zum Thema: Unterschied zwischen Vorsorge und Früherkennung.

Vorsorge und Früherkennung im Zusammenhang mit Brustkrebs wird häufig verwechselt. Vorsorgen heißt, etwas für sich und seinen Körper tun, bevor etwas passiert. Die Gesundheit selbst in die Hand nehmen, bewusst leben, sich bewegen und auf Signale achten, die der Körper sendet, wenn Veränderungen auftreten. Früherkennung dagegen bedeutet, eine bereits vorhandene Krebserkrankung so früh wie möglich zu entdecken, zu behandeln und somit im besten Fall eine weniger belastende Therapie zu erhalten. Die Brustkrebsfrüherkennung für die Frau ab 50 gibt es im qualitätsgesicherten Mammographie-Screening-Programm.


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Aus der Öffentlichkeitsarbeit

Fortbildungskongress für Gynäkologen im März

Zurück vom FOKO 2018, dem größten Fortbildungskongress für Gynäkologen mit einer Teilnehmerzahl von 1.300 ÄrztInnen und nach 3 Tagen Austausch mit ihnen bringen wir mit: Die GynäkologInnen finden es gut, dass es das Mammographie-Screening ab 50 als Angebot für die Frau gibt und würden sich wünschen, dass dies mehr Frauen annehmen würden. Ein Hauptargument für die Nichtteilnahme ist die Angst vor dem Schmerz. Es gab fast ausschließlich positives Feedback und die GynäkologInnen von heute sind dankbar dafür, dass es das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm für Ihre Patientinnen gibt.


Veranstaltungen

Foto v. l.I Dr. Vanessa Kääb-Sanyal, Dr. Christoph Titz, Christine Wolff, Dr. Gerold Hecht

Einweihungsfeier des neuen Standorts des Referenzzentrums Nord am 07. März 2018

Der Standortwechsel in Oldenburgs Innenstadt wurde in den neuen Räumen im Rahmen einer kleinen Veranstaltung gefeiert.

In seinem Grußwort sagte Dr. Christoph Titz (Bezirksleiter der KV-Niedersachsen): „Die Heilungschancen hängen im Wesentlichen von einer Früherkennung ab und das Screening ist das beste Programm, das es gibt.“

Dr. Vanessa Kääb-Sanyal (KoopG), lobte die zentralen Leistungen des RZ-Nord, die für andere Zentren von Oldenburg aus erbracht werden.

RZ-Leiter Dr. Gerold Hecht rief in seinem Vortrag noch mal die Entwicklung des Mammographie-Screening-Programms im Laufe der Jahre ins Gedächtnis.

Marlene Holland


Aus Den Screening-Einheiten

Foto v. l.I Dr. Jutta Lübbering-Schmidt, Dr. Dorothea Heyer, Dr. Peter Tschentscher, Dr. Maria Schofer und Ulrike Rönck

10 Jahre Mammographie Screening Hamburg – Wir gratulieren!

Eine illustre Runde erwartete die geladenen Gäste in den Räumen des Mammographie-Screenings Hamburg. Die Schauspielerinnen Nina Petri und Maria Ketikidou, beide machen sich auf Plakaten in der Hansestadt stark für das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm, talkten mit der Programmverantwortlichen Ärztin, Jutta Lübbering-Schmidt, Vanessa Kääb-Sanyal, Geschäftsstellenleiterin der Kooperationsgemeinschaft Mammographie sowie Alexander Katalinic, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie und des Instituts für Krebsepidemiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Anerkennende Wort für die Leistung des Hamburger Mammographie-Screenings fand der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher.