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Kooperationsgemeinschaft Mammographie Ausgabe 10 | 6. Dezember 2017

MSP | Gut zu wissen

Frauen erhalten nun eine Entscheidungshilfe 

Seit November 2017 wird Frauen mit der Einladung zum Mammographie-Screening-Programm eine neue Informationsbroschüre zugesendet. Diese „Entscheidungshilfe“ unterscheidet sich vom bisherigen Merkblatt vorwiegend in folgenden Inhalten:

  • Die Anzahl der Brustkrebstodesfälle und Überdiagnosen bezieht sich nun auf einen 20-Jahres-Zeitraum anstelle von 10 Jahren.
  • „Überdiagnosen“ sind verständlicher erklärt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass diese bei allen Früherkennungsuntersuchungen auftreten. Informiert wird auch über den unklaren Nutzen von Ultraschalluntersuchungen oder Magnetresonanztomographie zur Brustkrebsfrüherkennung.
  • Ergänzung um ein „Präferenzklärungstool“, das dabei unterstützen soll, Vor- und Nachteile abzuwägen und eine Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme zu treffen.

Entscheidungshilfe sowie ein überarbeitetes Einladungsschreiben gehören zur Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL), die Anfang November 2017 in Kraft trat.

MSP | Gut zu wissen

Aktuelle Daten zum Mammographie-Screening online

Rund 4 Prozent der im Screening untersuchten Frauen wurden 2015 noch einmal zu einer ergänzenden Untersuchung eingeladen. Das sind 123.000 von rund 2,8 Millionen teilnehmenden Frauen. Bei rund zwei Drittel dieser erneut eingeladenen Frauen konnte eine Brustkrebserkrankung allein durch bildgebende Untersuchung wie Ultraschalldiagnostik ausgeschlossen werden.

Diese und weitere Ergebnisse beinhalten die aktuellen Jahresberichte Evaluation und Qualitätssicherung, die online als Download zur Verfügung stehen.

Häufig gestellte Frage

Frage der Woche auf Facebook

Immer wieder diskutieren Frauen auf der Facebook-Seite der Kooperationsgemeinschaft Mammographie über die Vor- und Nachteile der Brustkrebsfrüherkennung. Die Biopsie ist eines der Themen, die häufiger zur Sprache kommen. Daher ist es als Frage der Woche aufgenommen worden.

Wann ist die Biopsie notwendig? Brustgewebe wird immer dann entnommen und untersucht, wenn eine auffällige Veränderung der Brust durch Mammographie und Ultraschall nicht eindeutig als gutartig beurteilt werden kann. Im Mammographie-Screening ist das nur bei rund einem Prozent der Frauen der Fall, also bei rund 32.000 von 2,8 Millionen untersuchten Frauen im Jahr. Bei der Hälfte der biopsierten Frauen liegt eine Brustkrebserkrankung vor.


Aus der Öffentlichkeitsarbeit

Brustkrebsmonat im BWatch-Fieber

Achte auf Dich – setze ein Zeichen = BWatch: Unter diesem Motto stand die diesjährige Aktion der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Durch die Zusammenarbeit mit Frauen, die Blogs veröffentlichen und auf Instagram aktiv sind, konnte für die Brustkrebsfrüherkennung und das Mammographie-Screening eine hohe Aufmerksamkeit geschaffen werden. Die Social-Media-Aktion fand auch auf Facebook interessierte Fans. Viele Frauen haben sich mit Fotos und persönlichen Geschichten zu Brustkrebs und Brustkrebsfrüherkennung geäußert. Wer Lust hat vorbeizuschauen, dem sei die BWatch-„Pinwand“ unter www.bwatch.de empfohlen. Oder vielleicht gleich auf Facebook vorbeischauen?

Aus den ScreeningEinheiten

Tatkräftig, sympathisch, informativ – Brustkrebsmonat in den Regionen

Der internationale „Brustkrebsmonat“ im Oktober gibt jährlich Anlass, die Früherkennung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Mit der Aktion „BWatch“ bot das Mammographie-Screening-Programm Frauen die Möglichkeit, sich über Brustkrebsfrüherkennung und Mammographie-Screening in Social-Media-Kanälen zu informieren und auszutauschen. Viele Screening-Einheiten nutzten den Oktober, um auf das Programm und die BWatch-Aktion aufmerksam zu machen. Dazu gehörten beispielsweise die Screening-Einheiten in Celle, Thüringen Nord-West, Karlsruhe, Bremen und Schleswig-Holstein Südwest.

Aus den ScreeningEinheiten

Gemeinsam Bewegen

Am 24. September 2017 fand in Bremen der 17. Lauf zur Venus statt. Es ist ein Solidaritätslauf für Krebserkrankte der Bremer Krebsgesellschaft.

Mehr als 3.000 TeilnehmerInnen legten in diesem Jahr 31.500 km zurück, wobei jeder Kilometer mit 50 Cent gesponsert wurde. Der Erlös wird zur Förderung von Bewegungsangeboten für Krebserkrankte eingesetzt.

Die Mammographie-Screening-Einheit Bremen hat zum 12. Mal daran teilgenommen und war vor Ort mit einem Info-Stand vertreten, der gut besucht wurde.

Aus den ScreeningEinheiten

10 Jahre Mammographie-Screening Mittelrhein – Glückwunsch! 

Starkes Plädoyer von starken Frauen für das Screening: (v. l.) Präsidentin der Landfrauen Rheinland-Nassau Rita Lanius-Heck, Dr. Karin Bock, Schirmherrin Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn sowie die Kulturdezernentin der Stadt Koblenz, Dr. Marita Theis-Scholz. Sie alle machten bei der Veranstaltung in Koblenz deutlich, welche Bedeutung das Mammographie-Screening-Programm für die Frauen hat. Die Programmverantwortlichen Ärzte Dr. Jochen Schenk (li.) und Dr. Toni Vomweg freuten sich über so viel „Frauenpower“.