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Frauen erhalten nun eine Entscheidungshilfe

Die Informationsbroschüre, die seit November 2017 mit der Einladung zum Mammographie-Screening-Programm an Frauen versendet wird, stellt eine Weiterentwicklung des Merkblattes dar. Hierbei wurden die Inhalte noch einmal überarbeitet, so gab es vor allem folgende wichtige Änderungen: Die Anzahl der Brustkrebstodesfälle und Überdiagnosen bezieht sich nun auf einen 20-Jahres Zeitraum anstelle von 10 Jahren. Es wurde eine verständlichere Erklärung von Überdiagnosen und der Hinweis, dass diese bei allen Früherkennungsuntersuchungen auftreten, sowie Informationen über den unklaren Nutzen von Ultraschalluntersuchungen oder Magnetresonanztomografie zur Brustkrebsfrüherkennung aufgenommen. Des Weiteren beinhaltet die Entscheidungshilfe nun ein Präferenzklärungstool. Dieses soll dabei unterstützen, Vor- und Nachteile abzuwägen und eine Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme zu treffen. Auch das Einladungsschreiben wurde überarbeitet und mit der Entscheidungshilfe abgestimmt. 

Entscheidungshilfe sowie ein überarbeitetes Einladungsschreiben gehören zur Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL), die Anfang November 2017 in Kraft trat. 

Neben den Versicherteninformationen gab es Anpassungen in weiteren Bereichen, die durch die KFE-RL geregelt werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Betonung einer patientenorientierten Überleitung in eine Therapie
  • Flexibilisierungsoption des Prüfungszyklus der Fallsammlungsprüfungen bei befundenden Ärzten
  • Ergänzung der Dokumentationsvorgaben bei der histopathologischen Untersuchung im Rahmen der Abklärungsdiagnostik um die Aufnahme von Grading und Rezeptorstatus (Anlage VI Nr. 2.6)

 
 
 
 
Mammographie-Screening: Abklärungsuntersuchungen sind selten erforderlich

Lediglich rund 4 Prozent der im Screening untersuchten Frauen wurden noch einmal zu einer ergänzenden Untersuchung eingeladen. Das sind 123.000 von rund 2,8 Millionen teilnehmenden Frauen. Bei rund zwei Drittel dieser erneut eingeladenen Frauen konnte eine Brustkrebserkrankung allein durch bildgebende Untersuchung wie Ultraschalldiagnostik ausgeschlossen werden.

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Qualitätsbericht 2015: Diagnostische Güte im Mammographie-Screening bestätigt

Brustkrebs frühzeitig zu entdecken, dadurch schonendere Behandlungen zu ermöglichen und schlussendlich die Brustkrebsmortalität zu senken, ist das Ziel des deutschen Mammographie-Screening-Programms. Dabei muss darauf geachtet werden, die vorwiegend gesunden Frauen im Screening möglichst wenig durch diagnostische Maßnahmen zu belasten. Dies gilt besonders für Biopsien und Operationen. Daher wird im Rahmen des Screenings eine individualisierte, stufenweise Abklärung bei Auffälligkeiten durchgeführt. Erst im letzten Schritt, also wenn durch bildgebende Verfahren ein Karzinom nicht sicher auszuschließen ist, wird eine minimal-invasive Biopsie zur Klärung eingesetzt.

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