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Kooperationsgemeinschaft Mammographie Ausgabe 09 | 6. September 2017

MSP | Gut zu wissen

Neu: Einladungsschreiben und Entscheidungshilfe

In seiner Sitzung am 20. Juli 2017 hat der Gemeinsame Bundesausschuss eine Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie beschlossen. Dazu zählen auch die Neufassungen des Einladungsschreibens sowie der Informationsbroschüre, die nun in Form einer Entscheidungshilfe Frauen noch besser bei der persönlichen Entscheidung für oder gegen die Teilnahme an der Brustkrebsfrüherkennung unterstützen soll. 

Weitere Anpassungen der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie umfassen beispielsweise die Umsetzung des Bundesmeldegesetzes, die Datenspeicherung in den Zentralen Stellen oder die patientenorientierte Überleitung in die Therapie.

Dieser G-BA-Beschluss steht unter dem Vorbehalt der Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit. Die Änderungen treten anschließend mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Danach erhalten anspruchsberechtigte Frauen mit ihrer Einladung zum Mammographie-Screening-Programm auch die neuen Versicherteninformationen. 

Beschlusstext (inklusive Einladungsschreiben und Entscheidungshilfe) und „Tragende Gründe“ für den Beschluss sind online unter: https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3022/


MSP | Gut zu wissen

Mehr Service: Zentrale Stellen bieten Online-Buchungsportal für Termine an

Inzwischen gibt es 5 Zentrale Stellen, die diese komfortable Möglichkeit zur Terminvereinbarung anbieten. Über dieses Buchungsportal können die Frauen schnell, einfach und sicher ihren Termin zur Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm selbst regeln. Habe ich bereits einen Termin und möchte ihn verschieben, benötige ich zum Einloggen den Einladungscode. Habe ich noch keine Einladung erhalten, ist eine Terminvereinbarung ebenfalls möglich. Das Termintool ist einfach und verständlich in der Anwendung und wird bereits von mehreren tausend Frauen genutzt.

Für folgende Regionen sind Online-Buchungen bereits möglich: 

Baden-Württemberg:  http://bw.mammotermin.de
Rheinland-Pfalz:  http://rlp.mammotermin.de
Niedersachsen:  http://niedersachsen.mammotermin.de
Bremen:  http://bremen.mammotermin.de
Hamburg:  http://hamburg.mammotermin.de
Nordrhein:  http://nordrhein.mammotermin.de
Hessen:  http://hessen.mammotermin.de


Aus der Öffentlichkeitsarbeit

Screening-Einheiten mit einheitlichem Frauenportal am Start

Rund 50 Prozent der deutschen Internetnutzer gehen über Mobilgeräte ins Netz. Ein Trend, dem auch die Internetangebote zum Mammographie-Screening-Programm gerecht werden müssen.  

Mobil, modern, informativ – so präsentiert sich der Internetauftritt der Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) für Frauen unter www.mammo-programm.de. Nun besteht auch für Screening-Einheiten die Möglichkeit, diese Internetpräsenz zu nutzen. Dabei werden zentrale „Kacheln“ mit den Inhalten der KoopG zum Mammographie-Screening-Programm übernommen und durch insgesamt bis zu 5 eigene, individuelle Kacheln komplementiert. Der große Vorteil: Die Kacheln mit den Inhalten der KoopG, wie zum Beispiel die FAQs (Fragen und Antworten), Filme und der Downloadbereich mit den aktuellen Printmedien werden automatisch aktualisiert und somit bleibt der eigene Internetauftritt immer aktuell. 

Mehrere Screening-Einheiten nutzen diese Vorteile bereits und haben sich in der digitalen Kommunikation neu aufgestellt. Ein Blick auf die neuen Präsenzen lohnt sich. 

Sie möchten mehr zu Umsetzungsmöglichkeiten wissen? Dann kontaktieren Sie einfach die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kooperationsgemeinschaft Mammographie unter: presse@koop-mammo.de.


Häufig gestellte Frage

Was ist eine Überdiagnose?

Durch die Brustkrebs-Früherkennung werden auch Tumore oder Krebsvorstufen entdeckt, die ohne diese Untersuchung nicht auffällig geworden und daher nicht behandelt worden wären. In diesen Fällen spricht man von einer Überdiagnose oder einer Übertherapie.

Die komplette Antwort finden Sie unter http://fragen.mammo-programm.de/de/frage/was-ist-eine-ueberdiagnose.html

Diese Frage stellten wir auch im März auf Facebook. Der Beitrag erreichte 32.122 Personen, erzeugte 266 Reaktionen, davon 198 gefällt mir und es gab 16 Kommentare. Das ist im Vergleich zu anderen Fragen der Woche sehr wenig. Die Frage der Woche zum Thema Altersbegrenzung im Screening-Programm zum Beispiel erreichte 41.170 Personen, erzeugte 624 Reaktionen, davon waren 327 Follower „wütend“ und 64 „traurig“, er wurde 70 Mal geteilt und es gab 90 Kommentare. 


Veranstaltungen

Aktionstag am Alexanderplatz „Ich bin dabei“

Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Senologie fand am 1. Juli der Aktionstag „Ich bin dabei“ unter der Moderation von Bärbel Schäfer statt. Neben einem bunten Rahmenprogramm präsentierten sich diverse zertifizierte Brustzentren Berlins und Brandenburgs. Verschiedene Fachansprechpartner von Organisationen, z. B. Brustkrebs Deutschland e. V., Chefärzte und medizinische Berater sowie Berliner und Brandenburger Screening-Einheiten standen Rede und Antwort zum Thema „Brustkrebs: Verstehen, früh erkennen, klug behandeln“. Interessante Talkrunden mit Betroffenen und Experten behandelten die wichtigsten Aspekte zur Brustkrebsfrüherkennung, -behandlung sowie den Heilungschancen. Die Veranstaltung war gut besucht. Auch die Aussteller vor Ort konnten sich untereinander angeregt austauschen.


Aus den ScreeningEinheiten

Pinkfarbener Corso: Paddeln gegen Brustkrebs mit Mammographie-Screening aus Pinneberg

Das war am 27. August 2017 in Hamburg ein Hingucker: Um auf die besseren Heilungschancen von Brustkrebs durch Früherkennung hinzuweisen, veranstalteten die Initiativen „Hamburg wird pink“ und „Paddle for Hope“ zum zweiten Mal ein großes Paddelevent über die Kanäle der Außenalster. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren im pinkfarbenen Dresscode dabei, darunter auch das Paddelteam der Screening-Einheit VISIORAD aus Pinneberg. „Früherkennung kann Leben retten – wir sind stolz darauf, mit Hilfe unserer Initiative und pinken Aktionen in der ganzen Stadt seit 2012 sehr viele Menschen mit dieser wichtigen Botschaft erreicht zu haben“, sprach Anna Hesse, Mitgründerin von „Hamburg wird pink“.

Fotos: © Mammographie Screening-Einheit VISIORAD Pinneberg