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Kooperationsgemeinschaft Mammographie Ausgabe 06 | 15. Februar 2017

AUS der Wissenschaft

Weniger belastende Therapien durch Mammographie-Screening-Programm: Robert Koch-Institut veröffentlicht Krebsbericht 2016

In den letzten Jahren wurden in Deutschland bei Frauen im Screening-Alter fortgeschrittene Brustkrebserkrankungen seltener diagnostiziert als vor Einführung des Mammographie-Screening-Programms.

Dies kann als erster Hinweis für einen Erfolg des organisierten und qualitätsgesicherten Programms interpretiert werden. Auch dürfte schon heute ein Teil der betroffenen Frauen durch eine weniger belastende Behandlung von der früheren Diagnosestellung profitiert haben.

Diese Kernaussagen zur aktuellen Situation bei Brustkrebserkrankungen trifft das Robert Koch-Institut in seinem aktuellen Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland. 

QUELLE: Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016, Kapitel 2, Epidemiologie vonKrebserkrankungen, Seite 37

AUS den Screeningeinheiten

Mammographie Screening Niedersachsen-Nord-West (Ostfriesland)

Erstmalig veranstalten die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Leer, der Kreisfrauenrat Leer und die Volkshochschule Leer Frauenwochen von und für Frauen. Die Frauenwochen werden vom 1. bis 31.03.2017 im gesamten Landkreis stattfinden.

Infoveranstaltung Niedersachsen Nord-West am 14.03.2017, 19:00 Uhr
Zum Thema: “Was Frauen schon immer über Brustkrebs wissen wollten” referieren Dr. Hecht, Programmverantwortlicher Arzt des Mammographie-Screening-Programms, und Dr. Venhoff und Dr. Krause, Fachärzte der Gynäkologie des MWZ Nordicum, in Leer am 14.03.2017 im Borromäus Hospital, Konferenzraum 2.

Sie vermitteln wichtige Informationen zum Thema Früherkennung, Epidemiologie, Klinik, Diagnostik, Therapieoptionen und Nachsorge.

AUS den Screeningeinheiten

Mammographie Screening Thüringen Nord-West auf der Gesundheitsmesse 2017

Vom 11. bis 12. März 2017 findet die 10. Thüringer Gesundheits-Messe in Erfurt statt. Über 120 Aussteller sind vor Ort: Kliniken, Firmen und Institutionen aus dem Gesundheitsbereich, Selbsthilfegruppen und Vereine stellen ihre Angebote und Leistungen vor. Neben Prävention, Behandlung und Nachsorge, Informationen über gesunde Ernährung und medizinische Hilfsmittel dreht sich auf der Messe alles um das Thema Gesundheit. In Halle 1, Stand G57, wird das Team des Mammographie-Screenings der Region Thüringen Nord-West mit einem Messestand vertreten sein.

Messe Erfurt, Gothaer Str. 34, 99094 Erfurt

Aus der Öffentlichkeitsarbeit

Aktuelle Daten aus dem Mammographie-Screening: Jahresberichte Evaluation und Qualitätssicherung 2014 veröffentlicht

Rund 2,9 Millionen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren nahmen 2014 die Untersuchung im Mammographie-Screening-Programm in Anspruch.

Bei rund 16.600 Frauen wurde Brustkrebs entdeckt, davon handelte es sich bei 13.000 um einen invasiven Brustkrebs. Bei über drei Viertel dieser Brustkrebsfälle war der Tumor nicht größer als 20 Millimeter und ohne Lymphknotenbefall. Entsprechend ging der Anteil der prognostisch ungünstigen Stadien im Mammographie-Screening zurück. Mit nunmehr 21 Prozent lag er deutlich niedriger als vor dem Screening (56 Prozent).

94 Prozent der rund 2,9 Millionen untersuchten Frauen erhalten innerhalb von 7 Werktagen nach der Mammographie-Untersuchung den Befund. Ist eine ergänzende Untersuchung mit Ultraschall und Mammographie erforderlich, erhalten die Frauen in 92 Prozent der Fälle einen weiteren Untersuchungstermin innerhalb einer Woche nach der Befundmitteilung.

► Weiterlesen im Jahresbericht Qualitätssicherung 2014

MSP | Gut zu wissen

Aus unserem Blog: Bildwiederholungsrate – besser als der EU-Referenzwert

Blogautorin Kathrin Schopphoven | Im Mammographie-Screening-Programm bestehen besonders hohe Anforderungen in Bezug auf Strahlenschutz und Qualität der erstellten Mammographie-Aufnahmen. Ebenso gibt es klare Vorgaben zur Häufigkeit von Wiederholungsaufnahmen, um die mehrheitlich nicht an Brustkrebs erkrankten Frauen keiner unnötigen Strahlenbelastung auszusetzen.

Die anspruchsvolle Aufgabe der verantwortlichen Radiologischen Fachkraft besteht darin, möglichst optimale Mammographien zu erstellen und im gegebenen Fall die Notwendigkeit einer Wiederholungsaufnahme unmittelbar zu erkennen.

Die aktuelle Auswertung der bundesweiten Daten von 2014 zeigt, dass die Vorgaben der Europäischen Leitlinien zu Wiederholungsaufnahmen ausnahmslos von allen Screening-Einheiten eingehalten werden. Die Obergrenze für Wiederholungsaufnahmen liegt bei 3 %, d.h. bei maximal 29 von 1.000 Teilnehmerinnen dürfen Wiederholungsaufnahmen durchgeführt werden. Im Bundesdurchschnitt liegen wir bei sogar nur 8 Wiederholungsaufnahmen auf 1.000 untersuchte Frauen, das entspricht nur 0,8 %.

Kann die Qualität der erstellten Screening-Mammographieaufnahmen allein durch die Anzahl der Wiederholungsaufnahmen beurteilt werden? Nein, denn hierzu bedarf es weiterer Qualitätsparameter wie insbesondere der Einstelltechnik und gerätetechnischer Parameter sowie auch der Karzinomentdeckungsrate. Die genannten Parameter werden ebenfalls ständig evaluiert und mit der Anzahl von Wiederholungsaufnahmen ins Verhältnis gesetzt.

► weiterlesen

Häufig gestellte Frage

Auf Facebook finden Sie diese und viele weitere Fragen jeden Montag, als Frage der Woche. Wenn es Sie interessiert, welche spannenden Diskussionen mit den Frauen entstehen und welche Meinungen sie über das Mammographie-Screening-Programm haben, dann schauen Sie doch auf unserem Facebookaccount vorbei oder folgen Sie uns einfach.

Und wenn Sie wissen möchten, welche Antwort wir den Frauen auf die Frage „Warum wird mir eine Mammographie im Screening-Programm angeboten?“ geben, dann werden Sie hier fündig. 

MSP | Gut zu wissen

Aus unserem Blog: Wiedereinbestellung im Mammographie-Screening bei Erstteilnehmerinnen häufiger

Blogautorin Dr. rer. nat. Elisabeth Hand | Etwa 2,9 Millionen Frauen nahmen 2014 das Mammographie-Screening-Programm in Anspruch. Etwas mehr als 124.000 Frauen wurden zur Abklärung eines auffälligen Befundes oder für eine Bildwiederholung erneut eingeladen.

Die Wiedereinbestellungsrate unterscheidet sich zwischen erstmalig und wiederholt teilnehmenden Frauen. Jede zehnte Frau, die zum ersten Mal teilnahm, erhielt eine Einladung zu einer ergänzenden Untersuchung. Für Frauen, die zum wiederholten Mal eine Mammographie-Screening-Untersuchung wahrnahmen, lag die Wiedereinbestellungsrate hingegen nur bei 3 %, d.h. knapp jede 33. Frau wurde zur Abklärung eingeladen. 

Bei der Bewertung der Wiedereinbestellungsrate ist das Alter der untersuchten Frauen zu berücksichtigen. 82 % der Erstteilnehmerinnen waren 2014 zwischen 50 und 54 Jahre alt. Bei Erstuntersuchungen kommt dabei erschwerend hinzu, dass nicht regelhaft Voraufnahmen vorliegen. Bei wiederholter Teilnahme dagegen existieren vorangegangene Aufnahmen aus dem Screening, die zu Vergleichszwecken bei der Beurteilung von Auffälligkeiten herangezogen werden können.

Eine höhere Wiedereinbestellungsrate betraf 2014 lediglich 21 % aller untersuchten Frauen. Denn die Mehrheit der Frauen nahm bereits wiederholt am Mammographie-Screening-Programm teil. Damit lagen für rund 2,3 Millionen untersuchten Frauen Voraufnahmen oder bereits Ergebnisse aus der Abklärung einer Vorrunde vor. Die Wiedereinbestellungsrate für Folgeuntersuchungen liegt stabil bei 3 % und belegt somit die hohe Spezifität der Befundungen.

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Veranstaltungen

Fortbildungsangebot 2017 der Referenzzentren veröffentlicht

Alle im Mammographie-Screening-Programm tätigen Personen müssen an Einstiegs- und Fortbildungskursen sowie an angeleiteten Tätigkeiten teilnehmen. Die Kurssuche ermöglicht die Suche nach aktuell verfügbaren Kursen für die einzelnen Berufsgruppen und ist unterteilt in Einstiegs- und Fortbildungskurse.

Für radiologische Fachkräfte, die Screening-Mammographie-Aufnahmen erstellen, ist beispielsweise der Fortbildungskurs zur Erstellung von Screening-Mammographien (EM) vorgeschrieben. Der Kurs deckt auch die Tätigkeit im Rahmen der Abklärungsdiagnostik ab. Dieser Fortbildungskurs hat zum Ziel, die radiologische Fachkraft zu befähigen, Screening-Mammographieaufnahmen und Mammographieaufnahmen im Rahmen der Abklärungsdiagnostik selbstständig zu erstellen.

Einen Überblick, welche Kurse für welche Berufsgruppe verpflichtend sind, bietet die Kursübersicht.

Unterhaltsames

Unterhaltsam und informativ sind unsere Filme zum Mammographie-Screening-Programm mit ganz unterschiedlichen Themen. Neu ist unser Film über „Häufig gestellte Fragen zum Screening“. Nützlich sind die Antworten auch für die Mitarbeitenden im Screening-Programm.

Praktisch für Interessierte: Es müssen keine Karten an der Kinokasse erworben werden. Eine Übersicht aller Filme, teilweise auch in weiteren Sprachen, finden Sie hier.